Im Mittelpunkt der fiktiven Geschichte aus der Zeit des römischen Trier steht der um seine verstorbene Frau trauernde Geschäftsmann Gaius Albinius Asper, gesprochen von Peter Striebeck. Vor den Toren der Stadt steht Asper am Grab seiner geliebten Secundia, als der Göttersohn Merkur, gesprochen von Christoph Maria Herbst, erscheint und anbietet, ihn in die Unterwelt zu begleiten. Asper zögert nicht lange, und so beginnt die abenteuerliche Suche der beiden ungleichen Gefährten nach Secundia.

In Begleitung des gewitzten Gottes trifft Asper im Zwischenreich auf Gestalten aus dem römischen Trier, auf Wagenlenker, Weinhändler, eitle Matronen und viele andere mehr, die als Schatten ihr eigenes Reich bewohnen und dort den Ratschluss der Götter erwarten. Asper und Merkur begleiten die verstorbenen Bürger bei ihren alltäglichen Beschäftigungen: der Jagd, dem Frisieren, dem Besuch im Circus oder dem Gastmahl.

Der durchtriebene Merkur, dem menschliche Gefühle fremd sind, hat währenddessen aber nur eins im Sinn: den schwermütigen Asper seine Frau vergessen zu lassen. Wein, üppige Gelage, Wagenrennen, schöne Frauen – die Versuchungen für Asper sind zahlreich. Die Suche nach seiner Frau wird für ihn damit auch zur Suche nach sich selbst. So lautet seine versöhnliche Einsicht am Ende der Geschichte: „Nicht den Tod soll man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird, zu leben.“