VON DER IDEE ZUM KONZEPT

Ideengeber Dr. Eckart Köhne, ehemaliger Direktor des Rheinischen Landesmuseums Trier, sowie Charlotte und Marc Tamschick, Gründer und Geschäftsführer der TAMSCHICK MEDIA+SPACE GmbH, erinnern sich an die Anfänge des Projekts und daran, wie aus einer vagen Idee ein konkretes Konzept wurde.

DR. ECKART KÖHNE:

  „Wir haben gemeinsam mit erfahrenen Szenografen nach einem innovativen Museumsformat gesucht, das auch diejenigen für die römische Geschichte begeistert, die sonst eher Berührungsängste mit dem etablierten Museumsbetrieb und der Beschäftigung mit der Vergangenheit haben. Wir wollen Geschichte erlebbar machen, neue Zugänge zur Antike schaffen und durch ein spannendes und unterhaltsames Schauspiel eine breite Öffentlichkeit erreichen – Kinder, Laien aber auch Experten.“

MARC TAMSCHICK:

  „So, wie wir die Grabmale heute hier sehen, grau, ehrwürdig und ein bisschen kaputt, waren sie ja nicht immer. Sie waren nicht verstaubt, sondern bemalt, bunt wie die Antike überhaupt. Die Menschen liebten, feierten und trauerten genauso wie die heutigen Menschen. Wir hatten die Idee, die Besucher des Museums auf eine sehr lebendige Zeitreise mitzunehmen, die verschiedene Sinne anspricht. Und so haben wir uns von den römischen Festtagen des Theaters, den Ludi publici inspirieren lassen. Ausgehend von einer in den Grabmalen existenten Person, dem Gaius Albinius Asper, der vor beinahe 2.000 Jahren hier in Trier gelebt haben muss, haben wir zusammen mit Historikern und Archäologen ein Drehbuch entwickelt, das die originalen Grabmonumente einbezieht und sie durch die Kombination von Projektionen, Licht, Musik und Spezialeffekten auf magische Weise zum Leben erweckt.“

CHARLOTTE TAMSCHICK:

  „Die Objekte können durch diese neue Art der medialen Inszenierung ihre Geschichten erzählen. Sie bleiben nicht stumme, tote Zeitzeugen, sondern dürfen durch die immersive Inszenierung mit Bewegtbild und Ton lebendig werden und den Besucher in die Welt des römischen Lebens und Liebens entführen. Dabei wird das „Unausstellbare“ der Exponate sichtbar. Ohne lange Texttafeln erklären sich die Exponate auf diese Weise selbst. Eine inhaltliche Dramaturgie verbindet alle Objekte zu einer mitreißenden Geschichte. Das mediale Raumtheater „Im Reich der Schatten“ ist ein ganz neuartiges Format zwischen Kino, Theater, Museum und Hörspiel. Ein Experiment mit den Exponaten, dem Besucher und dem Raum.“